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Ritterburg
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Cornelius - Vorstellung

Hellen von Furniak 23:11:43, 21. Malkar 347
Aus dem Tagebuch des Toben von Furniak

Alexandria, 12 Tag der Eor, 347

Wir haben Pldhaven heute morgen hinter uns gelassen. Es ist noch immer recht khl, der Frhling lt auf sich warten, aber der Weg nach Osten ist weit, und wir mssen Planities sptestens zu Beginn des Monats von Raziel erreicht haben, wenn wir mit unserer Expedition nicht bis nchstes Jahr warten wollen. In der Stadt sind noch Rufus und Telina zu uns gestoen, zusammen mit Mira, Gilges, Haremhab und den anderen sind wir nun 26 Mann. Zu meiner Beruhigung haben wir auch einige erfahrene Krieger und Abenteurer unter uns, gerade Rufus scheint bei fast jeder Gelegenheit seine Axt zu polieren, und Haremhab|s Schwert glnzt auch wie Silber. Wir alle setzen groe Hoffnungen in diese Reise. Bodenschtze und Siedlungsraum sind knapp geworden in Alirion, und wenn es uns wirklich gelingen sollte, die legendre Passage durch die nrdlichen Gebirge zu finden, wren wir alle reiche Leute.

22. Tag der Eor, 347

Athen ist eine summende Metropole, berall herrscht Geschftigkeit und eine lebendige angenehme Stimmung. Mira und Rufus werden spter auf dem Markt einige Vorrte kaufen, und morgen ziehen wir dann in aller Frhe weiter.

1. Tag des Lunat, 347

Unser nchstes Zwischenziel ist erreicht, Limerick! Wir haben uns in einem kleinen Gasthof direkt an der Hauptstrae einquartiert. Irgendwie beschleicht mich ein ungutes Gefhl. Das Wetter ist schlecht, dichte Wolken verhngen den Himmel, und heute Mittag hatte ich ein schauriges Erlebnis. Ich kehrte gerade zu unserem Gasthof zurck, als alle Menschen in der Strae pltzlich eine Gasse bildeten. Ich quetschte mich dazwischen, und sah, wie zunchst einige Soldaten vorbeimarschierten. Doch hinter ihnen tauchte eine weitere Gestalt auf. Zunchst erschien es, als nhere sich nur ein Schatten, dann wurden die Konturen deutlicher, eine groe hagere Gestalt in voller Rstung, mit regungslosen Augen und stechendem Blick. berall klebte Blut an seinem Krper, und hinter sich schleifte er den zerfetzten Leichnam eines anderen Mannes die Strae entlang. "Aragon Fargoil", flsterte einer der Passanten, "Er hat in der Nacht die Ruber von Fat Avon in den Bergen aufgebracht und zu Tote gefoltert." Mir grauste vor diesem Anblick. Ich ging schnell ins Haus zurck.

18. Tag des Lunat, 347

Leider ist bei unserm Abstieg von Limerik eine Erdscholle ins rutschen gekommen, und hat Mira mit sich gerissen. Zum Glck ist ihr kaum etwas passiert. Nur ihr Fu ist verstaucht, aber wir mssen direkt wieder rasten, denn durch die Berge muss Sie ihr Pferd fhren. Zweiter Eintrag: Seit mittlerweile zwei Tagen befinden wir uns in Sotul, und endlich finde ich etwas Ruhe, um meine Gedanken wieder niederzuschreiben. Wir haben uns durch die Wlder hierher durchgeschlagen. Seltsam ist diese Stadt, zwar von beachtlicher Gre und Reichtum, aber irgendwie auch fremd. Das mag vielleicht auch daran liegen, da der Himmel noch immer verhangen und dster ist. Auch ziehen stndig schwer bewaffnete Soldaten durch die Straen, berall stehen die Banner des Rogan, man knnte meinen, sie befnden sich unter Belagerung, oder zumindest kurz davor. Zwar sind die Leute hier durchaus freundlich und die Unterbringung sehr komfortabel, aber trotzdem ist die Stimmung in unserer Gruppe gedrckt, und wir haben einhellig beschlossen, unsere Reise baldmglichst fortzusetzen - auch, um nicht unter Zeitdruck zu geraten. Ich hoffe nur Mira kannbald wieder laufen.

7. Tag der Karim, 347

Endlich ist es geschafft, lange vor unserem Zeitplan haben wir den mhsamen Weg ber das Wchter-Gebrige abgeschlossen, und sind nun auf direkten Weg nach Transfluvia. Es regnet noch immer, und langsam frage ich mich, ob die Gtter uns damit etwas sagen wollen. Heute morgen ist uns etwas sehr Unangenehmes widerfahren, unser Trupp hatte sich gerade lngs der Strae zur Ruhe gesetzt, als pltzlich eine Gruppe zerlumpter Gestalten vor uns standt. "Euer Habe oder Euer Leben", schrie der zerzauste Anfhrer der Gruppe. Rufus hatte natrlich in Sekunden seine Axt in der Hand, und auch einige der anderen griffen zu den Waffen, aber gegen diese bermacht wren wir nicht angekommen. Doch wir hatten Glck, eine Patrolie des Nordreiches EvilOne kam uns zur Hilfe, und nach einem kurzen Scharmtzel ergriffen die Ruber die Flucht. Von ein paar Kratzern abgesehen sind wir alle unversehrt.

19. Tag der Karim, 347

Planities! Nur zwei Monate nach unserer Abreise aus Chellsea haben wir die erste Hlfte unserer Expedition erfolgreich beendet, heute morgen passierten wir die Tore der Altstadt. Planities gilt als die Stadt der Wissenschaften, hier befindet sich die grte Bibliothek des ganzen Landes. Wie gerne wrde ich mich einige Tage darin umsehen! Aber die anderen drngeln, so kurz vor dem nrdlichen Gebirge will keiner mehr Zeit verlieren. Also werden wir wohl schon bald wieder in Richtung Osten aufbrechen.

23. Tag der Karim, 347

Transfluvia liegt hinter uns, wir haben vor wenigen Stunden die uerste Grenze berquert. Hinter den Wldern liegen die Ruinen des Quorums, der alten Katzenreiche. Wir werden bald die Sttte der alten Hauptstadt von Knigin Bastet erreicht haben. So vergeht die Zeit - als ich noch jnger war, habe ich oft Geschichten ber aufrecht gehende Katzen gehrt, die weit im Osten ber mchtige Stdte herrschen, und nun gehe ich ber die Ruinen dieser Reiche! Ich bin sehr gespannt, ob wir dort vielleicht noch irgendetwas finden werden, das noch nicht vom Rad der Zeit erfat und fr immer begraben wurde.

24. Tag der Karim, 347

Das Wetter hat sich gewandelt, zum ersten mal seit Wochen scheint die Sonne durch die dicht verhangenen Wolken. Ich sitze hier auf einem Stein, und schaue in das Tal, in dem frher Bubastis, die Hauptstadt der Katzen, stand. Ich habe den anderen erzhlt, da es hier vielleicht Gold zu finden gibt, um etwas Zeit zu erhalten, mich hier einmal umzusehen. Zweiter Eintrag: Stundenlang bin ich durch die Ruinen gewandert, auf der Suche nach irgendetwas, das vielleicht noch aus der alten Zeit erhalten geblieben ist. Irgendwie ist es doch seltsam, Jahrhunderte herrschten die Katzen ber diesen entfernten Teil des Nordgebirges, und nach all der langen Zeit verschwinden sie pltzlich - ich frage mich, warum sie auf einmal fortgingen, oder was sonst mit ihnen passiert ist.

26. Tag der Karim, 347

Langsam werden die anderen ungeduldig, kein Wunder, denn meine Notlge ber das Gold konnte sie nicht lange hinhalten. Ich habe etwas gefunden, da mir sehr interessant erscheint, eine kleine Figur aus Obsidian, die ich aus einem der zerstrten Tempel bergen konnte. Sie stellt eine Gestalt mit groem Umhang dar, die ihre Arme vor der Brust kreuzt, eigentlich recht ungewhnlich fr die alte Katzenkultur. Ich frage mich, was diese Statue darstellen soll. Ein Gesicht ist jedenfalls nicht zu erkennen.

15. Tag des Raziel, 347

Wir haben an einem Abhang unser Lager aufgeschlagen, um uns ein letztes Mal auszuruhen, bevor wir endgltig ins Unbekannte schreiten. Unterhalb unserer Zelte liegt ein riesiger Wald, zwar gut versteckt hinter den letzen Klippen der nord-stlichen Auslufer, aber von hier aus betrachtet erscheint er geradezu unendlich, bis an den Horizont reichend. Auf unserer Karte ist er nicht verzeichnet, vielleicht ist es ja bereits die legendre Nordpassage! In wenigen Stunden brechen wir auf, ich bin sehr aufgeregt. Sollte es so einfach gewesen sein, die Passage zu finden? Eigentlich ein Wunder, da niemand vor uns diesen Weg fand.
Hellen v. Furniak 21:32:21, 22. Malkar 347 Tagebuch des Toben v. Furniak

21. Tag des Raziel , 347

Fast eine Woche bahnen wir uns nun schon unseren Weg durch dichtes Gest, und noch immer ist keine Lichtung, kein Flu geschweige denn ein Ende der Bume in Sicht. Aber etwas Gutes hat die Sache, sptestens jetzt knnen wir sicher sein, da noch niemand vor uns diesen Teil Alirions passiert hat, denn ein Wald dieser Gre ist auf dem ganzen Kontinent nicht bekannt. Also sind wir sicher auf dem richtigen Weg. Das Wetter wird zusehens freundlicher, und auch meine Stimmung bessert sich wieder. Vielleicht habe ich auch etwas zu aberglubisch reagiert.

1. Tag der Silva , 347

Wir haben den Wald durchquert! Kurz vor Sonnenuntergang durchschritt unsere Gruppe die letzten Bsche, und was wir sehen ist schlichtweg unglaublich - vor uns ragen Berge bis in den Himmel empor! Ihre Spitzen sind von Wolken umgeben und kaum zu erkennen, soetwas habe ich noch nie gesehen. Da heute der erstes Tag des Monats der Silva ist, haben wir beschlossen, dieses Gebrige "Yilas" zu nennen, zu Ehren des Sohnes der hohen Gttin. Die Stimmung in der Gruppe ist dank unserer Entdeckung ausgezeichnet, alle sind guten Mutes. Es ist allerdings unvorstellbar, diese Berge zu erklimmen, wir werden wohl einen Weg um sie herum suchen mssen....

2. Tag der Silva , 347

Wir haben beschlossen, uns in zwei Gruppen zu trennen, und jeweils eine in entgegengesetzte Richtungen zu schicken, um so schneller eine Passage zu finden. In zwei Wochen wollen wir uns an dieser Stelle wieder treffen, und bei Erfolg ber unseren weiteren Weg entscheiden. Ich gehe mit der stlichen Gruppe.

9. Tag der Silva , 347

Eine Woche ist vergangen, und wir haben noch immer keinen Erfolg gehabt. Wir kehren nun zu unserem Treffpunkt zurck, vielleicht war das Glck mit den anderen.

16. Tag der Silva , 347

In aller Frhe haben wir die zweite Hlfte unserer Gruppe wieder getroffen, und sie hatten Erfolg! Es ist unvorstellbar, aber zwei unserer Freunde, Torilia und Martos, sind tot. Gilges erzhlte, da sie gerade einen Weg zwischen den Bergen durch gefunden hatten, und die beiden gingen als Vorhut voraus. Pltzlich lste eine Lawine, und die beiden verschwanden in einer Wolke aus Staub und Dreck. Ihre Krper konnten nicht wieder gefunden werden. Ich kann nur hoffen, da sie ihren Weg in das Reich Malkars gefunden haben.

25. Tag der Silva , 347

Nur wenige Stunden nachdem wir die Passage durchquert haben stehen wir nun vor einem neuen Hindernis. Vor uns erstreckt sich eine groe Sumpflandschaft in alle Himmelsrichtungen, so weit das Auge reicht. Es wird schwer sein, dieses Hindernis zu berwinden, wir knnen uns nur nicht einigen, in welche Richtung wir weiter vorgehen wollen. Ich selber bin wieder fr Osten. Ich wei nicht wieso, aber irgendwie denke ich, da dieses der richtige Weg ist.

26. Tag der Silva , 347

Es ist mir gelungen, die anderen von meiner Idee zu berzeugen, und wir durchqueren die Smpfe nun in nordstlicher Richtung. Nebel ist aufgekommen, aber das ist wohl normal fr diese Gegenden, und dank der hell strahlenden Sonne knnen wir uns noch gut orientieren.

28. Tag der Silva , 347

Tali ist verschwunden! Sie hatte die Nachtwache, und als ich sie heute frh ablsen wollte, war sie nicht mehr da. Stundenlang haben wir nach ihr gesucht, aber ohne Erfolg. Wir haben beschlossen, unsere Reise fortzusetzen, allerdings ist mir nicht wohl dabei. Ob sie wohl in die tieferen Smpfe gegangen ist, und dort grausam versank? Wir werden es wohl nie erfahren, aber mir schaudert bei dem Gedanken.

30. Tag der Silva , 347

Wir passieren gerade einen kleinen Berg, der aus dem Sumpf ragt. Es sieht sehr ungewhnlich aus, fast furchteinflend, wie der Arm eines Versinkenden, der sich an irgendetwas zu klammern versucht. Genauso haben wir ihn auch genannt, Me'ha, in der Sprache der Alten soll dies "Hand" geheien haben. Vermodernde Bume ragen zwischen seinen Felsen empor, und einige verkrppelte Vgel kreisen um ihn. Ich fhle mich hier nicht wohl, und die anderen offensichtlich auch nicht. Dennoch werden wir hier rasten mssen. Zweiter Eintrag: Es ist tief in der Nacht, ich kann nicht schlafen. Stndig hre ich Gerusche aus dem Sumpf. Es ist nicht nur das bliche Schmatzen des Wassers, sondern irgendwie erscheint es mir, als hre ich Schritte, Bewegungen. Ich habe von Tali getrumt. Ich lag am Lagerfeuer, alle schliefen, als ich pltzlich einen Schatten vorbeiziehen sah, und ging hinterher. Am Ufer des Sumpfes war dichter Nebel, ich konnte nichts erkennen, aber vor mir schien etwas zu sein, ein Schatten. Ich ging einige Meter, und pltzlich brach Talis Oberkrper aus dem Sumpf. Mit fahlem Gesicht und toten Augen sah sie mich an. Pltzlich streckte sie mir ihre Hand entgegen und flsterte. "Hilf mir, es zieht mich hinab, sie kommen. Bitte, hilf mir". Panik ergriff mich, ich drehte mich um und wollte fliehen, aber Talis Hand packte mein Bein, und ich konnte nicht laufen. Ekel ergriff mich, ich sprte die tote kalte Hand an meinem Krper, aber ich kam nicht los von ihr, egal was ich auch tat. Dann wachte ich schweiberstrmt auf. Ich habe Angst. Unsere Expedition steht unter einen schlechten Stern, jetzt wei ich es. Noch ein paar Stunden, dann werden die anderen erwachen, und wir ziehen weiter.

2. Tag des Atius , 347

Die Sonne ist fast verschwunden! Es geschah innerhalb von Minuten, pltzlich verdichtete sich der Nebel, und Wolken zogen auf. Seitdem sind wir fast blind, wir tasten uns durch den Sumpf, sehen aber kaum noch die Hand vor Augen. Zurck wollen die anderen aber auch nicht mehr gehen. Jetzt oder nie, meinen sie. Ich bin kurz davor, alleine zurck zu gehen, aber ohne Begleitung habe ich auch Furcht. Also mu ich wohl meinem Schicksal harren.

4. Tag des Atius , 347

Gtter Alirions, was passiert nur? Wir gingen in Linie durch den Nebel, ich in der Mitte, als wir pltzlich einen gellenden Schrei hrten. Es kam von Sqam und Zena, unserer Nachhut! Es war so nebelig, da wir uns kaum erkennen konnten, Rufus zckte seine Axt und rief, alle sollen stehen bleiben, wo sie sein, damit sie sich nicht verlren, und wir tasteten uns an den anderen entlang. Ich ging zitternd hinter ihm her an das Ende unserer Gruppe. Wir fanden Mira, sie ging vor den beiden, ngstlich am Boden im Schlamm kauernd und fast vor Angst weinend. Ihr klebte Blut am rmel, und auch um sie herum fanden wir Blut. Aber von Sqam und Zena keine Spur. Mira war fast am Ende, sie bekam keinen Ton heraus, so sehr wir uns auch bemhten, sie sagte nichts, sondern schaute uns nur mit panikerfllten Augen an. Als Rufus und ich die Gegend absuchten, fanden wir Zenas Anhnger in einem kegelfrmigen Loch in der Erde. Aber sonst waren die beiden spurlos verschwunden.

6. Tag des Atius , 347

Ein paar aus unserer Gruppe haben sich entschlossen, sich auf den Rckweg zu machen. Ich kann sie verstehen, aber ich werde entgegen meinen vorherigen Gefhlen nicht mitgehen. Ich habe einfach Angst, diesen furchtbaren Weg nocheinmal entlanggehen zu mssen. Die noch immer vollkommen verstrte und stumme Mira werden sie mit zurck nehmen. Nun besteht unsere Gruppe noch aus 11 Mann.

9. Tag des Atius , 347

Ich kann es kaum glauben, aber wir haben den Sumpf durchquert! Wenn nur die anderen bei uns wren, wir waren so kurz davor. Vor uns liegt ein kleines Waldstck, aber dahinter sehe ich grne Wiesen und sanfte Hgel, so weit das Auge reicht, erst weit am stlichen Horizont erkennt man wieder die Gipfel von Bergen. Die Sonne hat die Wolken bezwungen, und ihre Strahlen trockenen unsere durchnste Kleidung, es ist einfach fantastisch. Wir haben unser Lager auf einer kleinen Lichtung im nahegelegenen Wldchen aufgeschlagen, und zum ersten Mal seit Wochen werde ich ohne das furchtbare Schmatzen des Sumpfes schlafen knnen.

10. Tag des Atius , 347

Wenn ich je gezweifelt habe, warum wir us auf den Weg machten, dann ist all dies jetzt vergessen! Diese Landschaft ist wunderschn, einsam, ruhig und unberhrt, nicht einmal ein Reh oder ein Hase strt diese Ruhe. Wir werden noch ein oder zwei Tage rasten, und dann in Richtung der Berge ziehen.

14. Tag des Atius , 347

Langsam rcken die Berge nher, wir sind alle wieder guter Stimmung. Zwar scheint es hier doch weniger bebaubares Land zu geben, als wir ursprnglich erwartet hatten, aber es wird fr viele neue Siedler reichen.

16. Tag des Atius , 347

Wir haben den Fu des Gebirges erreicht. Als wir nach einem paenden Aufstieg suchten, hatten wir mehr Glck, als wir vermuteten. Wir fanden etwas wir eine alte Pa-Strae, einen ausgebauten Weg durch das Gerll hindurch. Wir sind alle sehr berrascht von diesem Fund, und vermuten, da wir hier eines der wenigen Denkmler der drei alten Vlker gefunden haben. Wer wei, wohin dieser Weg fhren mag? Wir haben uns auf jeden Fall entschieden, ihm zu folgen.

17. Tag des Atius , 347

Es ist perfekt! Kaum mehr als eine Tagesreise entlang dieses Weges haben wir eine alte Mine gefunden, Gold! Wir haben es geschafft, unsere Reise hat sich trotz aller Entbehrungen und Verluste gelohnt. Wir werden einige Zeit hier lagern und die Gegend erkunden, aber nun steht fest, da wir als gemachte Leute zurckkehren werden.
Hellen von Furniak 23:27:49, 23. Malkar 347 Aus dem Tagebuch des Toben von Furniak, Letzter Teil

1. Tag der Rea, 347

Ich liege hier im Schein des Lagerfeuers, aber irgendwie gelingt es mir nicht zu schlafen. Mira ist mir im Traum erschienen. Ich ging in unsere Mine, als ich ein Gerusch hrte. Ich nahm eine Fackel und ging tiefer in den Berg hinein, in Richtung der ersten Abbaustelle. Es war feucht und stickig, ich bekam schwer Luft. Pltzlich bewegte sich etwas hinter mir, ich blickte mich schnell um, und da sah ich sie. Mira ragte halb aus dem Stein empor, nur ihr Kopf, ihre linke Schulter und ihr Arm. Traurig sah sie mich mit versteinerten Gesichtszgen an. Pltzlich bewegte sie ihren Arm, ich fuhr zurck, doch sie griff nicht nach mir, sondern wies nach draussen. Ihr Mund ffnete sich, als wollte sie etwas sagen, doch pltzlich passierte etwas Furchtbares. Lauter Spinnen krochen aus ihrem Mund hervor, dutzende, hunderte kleiner schwarzer Spinnen. Sie bedeckten ihr Gesicht und krochen Miras Arm entlang in Richtung Ausgang. Es dauerte nur Augenblicke, da sammelten sie sich an der ffnung, whrend weitere in endlosen Scharen aus Miras Mund strmten. Ich wollte schreien, doch meinem Mund entran nur ein leises Rcheln. Immer hektischer wurden die Spinnen, und pltzlich erkannte ich, was sie wollten. Sie spannen ein riesiges Netz um den Eingang, und in wenigen Augenblicken war die ffnung verschwunden. Ich drehte mich um und lief tiefer in die Hhle, aber ich sprte, da ich verfolgt wurde. Pltzlich hrte ich Miras Stimme in meinem Kopf "Nein, nicht, der andere Weg!". Aber ich verstand ihre Worte nicht und lief weiter. Pltzlich stie ich gegen etwas, es war riesig, aber nicht genau zu erkennen. Ich prallte zurck, und fr einen Augenblick sah ich etwas auf mich herabfunkeln, wie glhende Kohlen in der Dunkelheit. Dann erwachte ich vollkommen erschpft.

2. Rea, 347

Wie sind gerade aufgestanden, und haben eine grauenhafte Entdeckung gemacht. Unser Lager ist vollkommen verwstet, und Nish fehlt! Ich verstehe nicht, was hier passiert, aber Mira mu irgendetwas damit zu tun haben. Wer wei, was sie sah, als Sqam und Zena geholt wurden, wer wei, welch furchtbare Wahrheit sie kennt! Wir alle sind nervs, ich wage kaum, den anderen von meinem Traum zu erzhlen. Dazu kommt wieder Nebel auf! Wir haben beschloen, uns in der Mine zu verschanzen, bis das Wetter besser ist. Dann wollen wir zurck gehen.

3. Rea, 347

Ich habe schon wieder von Mira getrumt, schon wieder der gleiche Traum! Aber ich verstehe es nicht. Immer wieder frage ich mich, was sie und die anderen jetzt wohl machen, ob es ihnen gut geht, ob sie es zurck geschafft haben. Der Nebel hlt an, wir sitzen weiter hier fest.

4. Rea, 347

Ich glaube ich verliere den Verstand! Heute Nacht bin ich wieder aufgewacht. Ich hatte wieder den gleichen Traum, wieder die Spinnen und Mira die rief "Nein, nicht, der andere Weg!". Aber ich wachte frher auf, und als ich die Augen ffnete, stellte ich fest, da das Feuer verloschen war. Aber da war noch etwas anderes, mir war, als fhlte ich den Atem eines anderen in meinem Nacken. Ich war starr vor Entsetzen. Warm und feucht fhlte es sich an - unbewut hielt ich den Atmen an. Mir war fast, als wrde ich Reizzhne an meiner Haut fhren. Meine Nackenhaare stellten sich auf, jeden Augenblick rechnete ich mit dem tdlichen Sto! Pltzlich bewegte sich ein Schatten an mir vorbei hinber zu Rufus Lager. Ich hrte einen Schrei, auf einmal stand Rufus mit seiner Axt auf den Beinen und griff diese Gestalt an. Mit einer schnellen Bewegung ging sie seinem Schlag aus dem Weg und stand pltzlich hinter ihm. Rufus sah mich an, und noch im gleichen Augenblick trbte sich sein Blick. Blut flo aus seinem Mund, uns seine Bewegungen erschlaften. "NEIN!" schrie ich, und mit einem Mal waren alle anderen auf den Beinen. Tolya stand der Gestalt am nchsten, sie griff einen Stein und schlug zu, aber noch im gleichen Augenblick brach sie blutberstrmt zusammen. Wie ein Schatten glitt die Gestalt aus der Mine und verschwand. Rufus und Tolya tot - Rufus, gerade er, der mutigste Krieger, den ich kannte in Sekunden tot! Wir sind alle wie gelhmt.

5. Rea, 347

Wir begruben Rufus und Tolya gestern im ersten Morgengrauen. Doch pltzlich sahen wir jemanden den Weg entlang kommen, eine groe Gestalt, in einen dichten Umhang gehllt. Instinktiv griffen wir zu unseren Waffen, doch der Ankmmling machte keine Gestalt uns anzugreifen. "Wer seid Ihr?" hrten wir eine tiefe, ruhige aber auch irgendwie knchrige Stimme. Das Gesicht des Mannes war vollkommen von seiner Kapuze bedeckt, es schien, als sprche sein Umhang selber, er und schien von unseren blank gezogenen Schwertern gar keine Notiz zu nehmen. Leicht irritiert antwortete ich "Wir sind Entdecker aus den sdlichen Provinzen, und haben uns verirrt" "Ach Entdecker!", sagte die Gestalt, "Und entdeckt habt ihr etwas! Goldmine der Szas'Khar, ja, Wunder alter Zeit!" "Wer ist Szas'Khar?", fragte ich, "Und wer seid Ihr?" "Ja, Szas'Khar. lteste Wesen dieser Welt sie sind, lter als die anderen noch! lter als gut und bse sie sind und hier lebten bevor andere kamen und dieses Land entweihten." "Was redest du fr ein wirres Zeug, Mann? Wer bist du, da du uns sagen willst was wir tun sollen?" , fragte ich nochmals. "Nicht wichtig ist das. Aber gehen mt Ihr jetzt, sofort. Nichts zu suchen habt Ihr hier." "Wieso", fragte Telina ihn herausfordernd,"WAS ist hier? Wir haben viele unserer Kameraden verloren, letzte Nacht wurden zwei von ihnen erschlagen whrend wir alle daneben standen. WAS also ist hier, und was macht Ihr hier?" "Furcht hier ist, und Neugier. Jaja, habt acht vor Furch und Neugier, stark sie ist an diesem Ort! Macht hier ist, und Weisheit. Die alten Gtter geben und fr jedes das sie geben nehmen sie auch. Ich bin nur ein Wanderer, sie sich nicht interessieren fr mich, zu lange bin ich hier. Aber Ihr, unbekannt seid Ihr ihnen, strt sie nicht, nicht mgen tun sie das, nein, nicht gut ist das. Aber was wollen sie, wer wei das schon? Geht nun, geht, vielleicht Eure letzte Mglichkeit das heute." ----

23. Tag des Malkar, 347

Bericht des Hauptmannes Argor, Stadtwache von Stonewoud "Wir fanden den Mann auf unserer Patrolie Richtung Nordgrenze. Er war vollkommen zerlumpt und redete in unzusammenhngenden Stzen. Bei sich fhrte er einige verdorbene Lebensmittel, ein abgebrochenes Messer und die Reste des angefgten Tagebuches. Es handelt sich grtenteils um eine Art Reisebericht, vielleicht auch nur die Spinnereien eines geistig Verwirrten. Leider ist ein betrchtlicher Teil von Anfang und Ende verloren, so da wir dieses wohl nicht herausfinden werden."

 

 
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