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Sedat

(erzhlt von Cornelius um 07:58:30, 15. Atius 348
als Ergebnis der Untersuchungen angesichts des Sedatpass-Zwischenfalls)


Sollte der geneigte Leser dieses Buches der Meinung erlegen sein, das aus Tarnung und wegen der vermeidlich sprlichen Nahrung wegen, Gebirgswesen klein und grau seien, so wird er an dieser Stelle eines besseren belehret werden.

Der Sedatwurm genannte grosse letzte Vertreter einer einstmals weitverbreiteten Gattung, ist eine uralte Art von im Gebirge und auf felsigem Untergrund hausenden Gebirgswrmern. Auffllig sind sie vor allem durch ihre leuchtend rote Farbe, und ihre Gre. Der Sedatwurm, benannt nach seinem menschlichen Endecker Alton Sedat, der sie auch erstmals katalogisierte und beschrieb, wartet aber mit einer Reihe hchst interessanter Eigenschaften auf.
Die gesamte Oberflche des Wurmes ist mit kleinen taschenartigen Gefen bedeckt, welche permanent mehr oder weniger stark mit Blut durchflossen sind.
Dadurch bekommt der Sedatwurm seine charakteristisch rote Farbe.
Er bewegt sich nicht mit der fr viele Wrmer typisch schlngelnden Bewegung, sondern durch eine Art Sprung. Er zieht hierbei seine Segmente zunchst so weit wie mglich zusammen, um sie dann schlagartig zu lsen wodurch er sich selbst einige Meter durch die Luft weiter transportiert. Mglich wird dies durch die angesprochenen Bluttaschen. Wie seine kriechenden Artgenossen besitzt der Sedat Wurm aber nur Muskulatur die Segmente trge zusammenzuziehen und auszudehnen. Allerdings drckt er hierbei die Taschen derart kraftvoll zusammen, da sie beim Lsen der Muskeln auseinanderschnellen und ihn von seinem Platz katapultieren. Diese hchst ungewhnliche Fortbewegungsart hat ihm im Gebirge einen eindeutigen Vorteil gegenber anderen Kreaturen eingebracht, welche steinerne Hindernisse mhsam berklettern oder umrunden mssen.
Kleine Wrmer sind sehr agil und gefhrlich. Sie sind partielle Fleischfresser und besitzen am Kopf eine Reihe wie Schaufeln geformter Schneizhne. Sie springen ihr Opfer an, saugen sich mit der Frontpartie an ihnen fest und graben dann die schaufelnden Zhne ins Fleisch. - Zwar ziehen sie sich dann zurck, aber meistens sind die Angefallenen dann so zerlchert, da dies fr sie keine Bedeutung mehr hat.
Der grte je gesehene Wurm soll Gerchten zufolge aber 15 Metern lang gewesen sein und einen Durchmesser von fnf Metern gemessen haben. Unbesttigte uralte Berichte aus der Zeit der Ahnen berichten aber von noch grsseren Tieren. Diese werden aber nach neuesten Forschungen vom Grossteil der Forscher in das Reich der Fabel verwiesen. Sind die kleinen Wrmer gefhrliche Jger, so sind die ausgewachsenen
Artgenossen nur mehr durch ihre schiere Gre eine Gefahr. Ab einer gewissen Gre dehnen sich die Zhne der Wrmer aus, und werden nun zu gigantischen Schaufeln, die in der Lage sind, selbst hrtestes Gestein zu zerlegen. Der Sedatwurm nimmt mit wachsender Grsse und mit hherem Alter immer weniger Fleisch zu sich, er gewinnt vielmehr seinen Bedarf an Nahrung komplett aus Bestandteilen der Felsen und des Gesteins. Daher zieht er sich immer mehr von den Auslufern der Berge, wo der Nachwuchs gewhnlich aufwchst in die tiefen Gebirge zurck. Dort grbt sich der Sedatwurm immer tiefer in das Gestein hinein und hinterlsst eine Unzahl von Gngen. Gerchten zufolge werden so zum Teil Labyrinthe von gigantischen Ausmassen erreicht. Diese Tunnel werden von einer Vielzahl von Lebewesen gerne als Unterschlupf oder zu anderen Zwecken genutzt, sobald sie von den Erschaffern verlassen werden.
Eine weitere Vernderung lt die Bluttaschen, die den kleinen Wrmern das Springen ermglichen, zu hornbewachsenen Platten werden. Diese Platten sind viel starrer als die Taschen der kleinen Sedat. Die Bewegung wird dadurch sehr erschwert, allerdings htten die groen schweren Riesen ohnehin kaum mehr springen knnen, und hierfr in Tunneln auch kaum Verwendung gefunden. Die Riesen benutzen die Taschen nunmehr als passive Verteidigung. Wenn sie sich bewegen wollen, lassen sie Blut aus ihnen ab um den Krper beweglich zu machen und nun endlich nach einigen hundert Jahren Entwicklung wie ein Wurm zu kriechen. Haben sie die bescheidene Strecke die sie ihre massigen Krper fortbewegen knnen bewltigt pumpen sie das Blut zurck und erstarren fast vollstndig zu einem riesigen gepanzerten Berg.
ber die Fortpflanzung selber ist nicht viel bekannt. Die Nachkommenschaft wird an den Auslufern der Berge auf noch unbekannte Art ausgesetzt, dazu verlassen die Wrmer ihre meist ber Jahrhunderte ausgebauten Gangsysteme und suchen ein Gebiet, in dem die heranwachsenden kleinen Wrmer Nahrung und ein von Sedatwrmern noch unberhrtes Gebiet vorfinden. Gerchten zufolge sollen die groen Sedat auch an Intelligenz gewinnen, und einigen Kulturen als Hilfsmittel gedient haben um Tunnel zu graben.
In jedem Fall sind die Sedatwrmer eine der interessantesten Rassen, die in der alirionischen Tierwelt zu finden sind ...

Freilich wei ich nicht, um mich aus dem Konflikt der beiden Parteien herauszuhalten, ob der Sedat Wurm wirklich seinen Weg an den Wall angetreten hat, um dort nur seine Nachkommenschaft zu zeugen! Neinnein. Was auch immer, dieser Wurm wollte, wer kann schon in so ein groes schleimiges Hirn reinschauen, er ist da runter gerollt, und die einen wollten das nicht und die anderen schon und wieder ganz andere wissen nicht ob sies wollten sagen aber das sies wollten oder nicht wollten und freuen sich, da der Wurm entweder entegen ihres wollen nicht konnte, oder aber doch vielleicht noch kann, das wei ja niemand so genau!

In jedem Fall, das war ber den Wurm!
Jaja.

 

 
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