Neuanmeldung
Abschussliste
Allianzen
Statistiken
Vote für Ritterburg

 
  über Ritterburg
Erste Schritte
ZAT
Wirtschaft
Handel
Armeen / Kampf
Spionage
Karims Ruf
Schiffe
Quests
Level
Gebäude
Runen
Tabellen
Namensregeln
Nutzungsbedingungen
Wappen + Bildregeln
Screenshots
RB Code Hilfe
Alirionkarte

Witziges
 
 

Madman (Spielleiter)
Cornelius

Ralgar
Rogan
Plunkett
Cougar
Banner
Impressum

 
Ritterburg
 10:00:46, 9. Lymena 370 Forum Email
 

Der Krieg gegen die Fremden

Die Zeit vor den Szas'Khar

Lange habt Ihr Euch nun schon gefragt, wie die Feindschaft zwischen den Szas'Khar und den Caldea entstanden seien mag. Nun, die Antwort mag Euch enttuschen, doch selten sind die Fakten so glorreich und ruhmvoll, wie die Geschichten, die darum gesponnen werden.

Wir wissen bis heute nicht darber Bescheid, was einst die Szas'Khar dazu bewogen hatte gegen uns einen Krieg zu entfachen, denn bis zu ihrem ersten Angriffen hatten die Vlker keine Kenntnis davon, da sie berhaupt existierten.
Zu jener Zeit, als unser Volk mit allen anderen friedlich vereint lebte, tauchten sie auf und griffen ohne eine Begrndung oder Warnung den Bund der Alten an und lsten damit einen langen blutigen Krieg aus.

Wohl gab es in der Vergangenheit Kriege, die wir gemeinsam mit den anderen gefhrt hatten, doch seit Jahrhunderten hatte kein Caldea mehr die Waffen erhoben, um gegen ein anderes Volk Krieg zu fhren. Die Alten Vlker lebten friedvoll zusammen, ergnzten sich in ihren Fhigkeiten und profitierten von dem so gewonnenen gemeinsamen Wohlstand.

Die Strke der Brinul war die Wirtschaft. Sie sicherten den Warenflu zwischen den Siedlungen, erzeugten Gter aller Art. Besonders talentiert waren sie in der Herstellung komplizierter Apparaturen, welche sie vor allem nutzen um seltene Metalle abzubauen.

Die Guh'la hingegen waren meist Einzelgnger, und hatten keine eigenen Siedlungen. Sie lebten aber unter den anderen Vlkern und arbeiten im Tausch fr scheinbar billige Gter. Jedes Bergwerk, jede Schmiede oder Schmelze konnte sich glcklich schtzen, einen von ihnen im Dienst zu haben. Denn sie vermochten von frh bis spt mit unglaublicher Ausdauer und Kraft zu arbeiten.

Das Volk der Caldea schlielich sorgte dafr, da alle Vlker friedlich zusammenleben konnten. Wir behielten unsere Kmpfertraditionen bei, auch wenn es keine groe Bedrohung mehr gab. Doch Ruber und alle Arten von Monster waren, wie auch in der heutigen Zeit, fr Hndler, Reisende und kleinere Siedlungen durchaus eine Gefahr.
Manchmal gab es auch kleinere Streitereien zwischen einzelnen Stdten oder Herrschern, dann wurden wir oft um Rat gefragt, damit der Zwist ohne Blutvergieen geschlichtet werden konnte. So trugen wir dazu bei, da sich ein jeder sicher fhlen konnte, und der Wohlstand aller Vlker wachsen und gedeihen konnte.

Damals gab es noch das eine oder andere Volk, welches Euch heute nicht mehr bekannt ist. Doch waren es derer immer nur wenige und sie lebten meist fr sich und nahmen nur selten Anteil daran, was in der Welt um sie geschah.

Friedloses Erwachen

Auch wir selbst wissen nicht ganz sicher, wann die Szas'Khar erstmalig auftauchten, denn viele Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind verschollen oder wurden im Zuge des Krieges zerstrt.
Dennoch glauben wir, da es sich vor etwa 900 groen Umdrehungen zugetragen hat.
Zu dieser Zeit hatte der Bund zahlreiche Siedlungen, Drfer und Stdte auf dem ganzen Kontinent. Pltzlich brach der Kontakt zu vielen der Grenzsiedlungen ab.
Kundschafter, die entsandt wurden, kehrten mit schrecklichen Meldungen zurck. Die einstigen Niederlassungen waren angegriffen worden. Man hatte nur noch niedergebrannte Gebude vorgefunden.

Die ausgesandten Spher und eiligst aufgestellten Verbnde vermochten aber weder Spuren noch einen Feind ausfindig zu machen. Im ganzen Land wurden die Festungen verstrkt und die Armeen verdoppelt.
Nach diesen Angriffen aber herrschte fr einige Monate wieder Ruhe, und die Angelegenheit war schon fast vergessen, als erneut aus allen Teilen des Landes Berichte ber Angriffe eintrafen. Es war von in Kutten gehllten Kriegern die Rede, die keinen verschonten, der ihren Weg kreuzte und nicht fliehen konnte. Die Angreifer kamen offenbar aus den Nordosten und zogen unerbittlich in Richtung jener Stadt, die zu der Zeit die Hauptstadt der Alten war.
Groe Verwirrung herrschte unter den Vlkern. Denn die Angreifer stellten keine Forderungen und sie verhandelten nicht. Sie tauchten einfach auf und kmpften.
Waren sie siegreich, dann brannten sie alles nieder, machten keine Gefangenen und hinterlieen keine berlebenden.
Waren sie unterlegen, dann kmpften sie bis auch der letzte von ihnen gefallen war, baten nicht um Gnade oder ergaben sich.

Die Vlker Alirions waren fassungslos, denn keiner verstand die Beweggrnde oder den Sinn dieses Handels. Der Bund entsandte unzhlige Botschafter fr Verhandlungen, doch keiner kehrte lebend zurck. Nachdem wir also zunchst auf die Mglichkeit einer diplomatischen Lsung gehofft hatten, wurde uns bald klar, da unsere einzige Chance zu berleben nur noch der Kampf sein wrde. Denn der Feind lie uns keine andere Wahl.

Schnell wurden in allen Teilen des Kontinents Truppen ausgehoben. Den Groteil der Soldaten stellten zwar die Caldea, aber auch die Brinul oder Guhla und manch andere Vlker entsandten ihre Untersttzung, soweit es ihnen mglich war.

Als sich der Bund organisiert hatte und nun vorbereitet gegen den Feind zog, schien es so, als knnten die Aggressoren bald zurckgeschlagen werden. Denn die Angreifer gingen scheinbar ohne Taktik vor und verlieen sich stattdessen auf ihre starken Truppenverbnde, wenn sie ein Ziel angriffen.
So gelang es den Streitkrften des Bundes oft gegen die Angreifer siegreich zu sein, wenn sie zahlenmig unterlegen waren, denn die Strategen der Caldea fhrten jede Armee der Alten Vlker an und ihr Wissen um die Kriegskunst machte sich oft gegen die ungestm vorgehenden feindlichen Armeen bezahlt. Doch gleichgltig, ob der Bund in einer Schlacht siegreich war oder nicht, den Blutzoll den er zu zahlen hatte, war in jedem Fall hoch.

Es wrde viele Wochen oder Monate dauern, ber all diese kleinen und groen Schlachten zu berichten, die sich ereignet haben. Doch manche von ihnen hat bis zum heutigen Tag Auswirkungen und prgt noch immer das Bild dieses Kontinents.
Diese sollen nicht unerwhnt bleiben.

Die Schlacht auf den Palthur-Ebenen

So war auch jene Schlacht, die in jenem Gebiet stattfand, das Euch heute als die "Palthur Ebenen" bekannt ist solch ein prgendes Ereignis.
Groe Teile der Armeen des Bundes zogen damals gegen ein mchtiges Feldlager des namenlosen Feindes. Der Bund fhrte ein Aufgebot an einfachen Fusoldaten, Speertrgern, Bogenschtzen und Reitern in das Feld, die in ihrer Zahl den Gegner bertrafen. Aufgrund der Erfahrungen mit der plumpen Taktik der Angreifer, war man zuversichtlich, da die Truppen des Bundes siegreich hervor gehen wrden. Aber auch die Qualitt, der Wille und die Kampfkraft des Feindes machten diesen zu einem gefhrlichen Gegner.
Angefhrt von dem wackeren Caldeafeldherr Lasilar, der schon in zahlreichen Schlachten die Verbnde des Feindes siegreich niedergeschlagen hatte, schien der Angriff gegen das feindliche Lager auch bald von Erfolg gekrnt zu sein. Lasilar hatte die Armee des Bundes schon tief in das Lager gefhrt. Viele der Gegner waren gefallen und die noch wenigen feindlichen Verteidiger umzingelt, als pltzlich in mitten dieser bedrngten Schar eine gro gewachsene Gestalt auftauchte. Ihr Erscheinen beendete alle gerade andauernden Gefechte ,den sowohl die Soldaten der Szas'Khar als auch die des Bundes erstarrten. Die eine Seite vor Ehrfurcht, die andere vor Entsetzen.

Erstmalig im Verlauf des Krieges gegen den Bund, wandte der Feind nun sein Wort an sie.
Der groe Gegner sah Lasilar an und sprach: "ABTRNNIGE SCHLER! Ihr Euch strubt der gerechten Strafe durch UNS. Warum? Ihr nicht knnt verhindern Untergang Euren. Der Verrat den begangen Ihr habt einst, nun Ihr shnen mt! berlegen WIR immer waren und sind. Die Szas'Khar Eure Lehrmeister sind. Doch nicht ihr habt gehrt auf die Worte UNSERE, weil berlegen ihr euch fhlt. Legt Waffen Eure nieder und ergebt euch, damit WIR erteilen Euch als Gnade einen Tod schnellen."
Lasilar verwirrten zwar die Worte, doch deren vordergrndige Aussage war ihm schnell klar. So brllte er ohne lange zu zgern: "Niemals! Reiter sammelt Euch um mich! Wir verschaffen dieser Bestie selber einen schnellen Tod!" Schnell scharrten sich zahlreiche Reiter um den Feldherren und sie strmten gemeinsam gegen den hoch aufragenden Feind los.

Doch da erhob der gewaltige Szas beide Hnde und zischte in einer seltsamen Sprache Worte aus, deren Inhalt den anstrmenden Reitern des Bundes schneller klar wurde als das vorher in ihrer Zunge gesprochene. Denn ihre fr den Schlachtlrm ausgebildeten Kampfrosse, verwandelten sich in seltsame Ungetme. Der Krper der edlen Tiere verwandelte sich, schmolz ineinander und erstarrte in einer gedungenen Form, Hrner wuchsen aus ihren Stirnen und ihre Zhne, die vorher nur Pflanzen zerkleinerten konnten, wurden spitz und verlangten nun nach Fleisch. Sie warfen ihre berraschten und entsetzten Reiter ab und wandten sich gegen sie.
Es entbrannte ein langer und wilder Kampf gegen die einstige Reittiere. Zwar gingen die Truppen des Bundes letztendlich siegreich hervor, doch als die letzten dieser Tiere gettet oder vertrieben waren, stellte man fest, da die brigen Szas'Khar - samt ihres gewaltigen Anfhrers - verschwunden waren.

Die Monster, die das Wesen aus den Pferden der Bundesarmeen erschaffen hatte, nannte man fortan "Pldethukhar", was in Brinul soviel bedeutete wie "Fluch(t) der Khar". Bis zum heutigen Tag sind ihre Nachkommen noch auf diesem Kontinent zu finden. Im Laufe der Zeit nannte man sie einfach nur "Palthur".

Nach dieser Schlacht, die fr den Bund zugleich siegreich wie auch erfolglos war, stellten sich viele neue Fragen. Zum einem warum jene Wesen behaupteten, die Lehrmeister der Alten Vlker gewesen zu sein und zum anderen fr welchem Verrat sie bestraft werden sollten. Doch neben einigen neuen Fragen, hatte man auch einiges erfahren. Denn nun wute man, da sie ber einen, der groen Magie mchtigen, Anfhrer verfgten. Und erstmalig hatte der Feind neben seinen Namen auch offen sein Ziel genannt: Die Vlker des Bundes zu vernichten.

Die Schlacht um Senoi

Es vergingen weitere Jahre, in welchen die Szas'Khar unentwegt ihre Truppen den Streitmchten entgegenwarfen. Auch wenn viele Angriffswellen zurck geworfen wurden, gewann der Feind Monat fr Monat an Boden. Im Segwokgebirge hatten sich seit einem Jahrzehnt die Stellungen verhrtet. Es war nur den zahlreichen Trutzburgen und Festungen zu verdanken, da die Szas hier noch nicht weiter in den Sden vorgedrungen waren.
Die fruchtbaren Ebenen, die heute Zentralalirion genannt werden, waren niedergebrannt und bargen kein Leben mehr. Bis tief in die Musennwlder waren die Gegner schon vorgedrungen und im Merialmoor kam es regelmig zu Kmpfen.

Der Feind wre schon viel weiter in den Sden vorgedrungen, wenn nicht im Osten des Landes die groe Brinul-Stadt Senoi seit Jahren dem Aggressor erbitterten Widerstand geboten htte, und so seinen Vormarsch stark behinderte. Das mchtige Bollwerk behauptete sich nun schon seit 15 groen Umdrehungen der andauernden Belagerung durch die Armeen der Szas'Khar.
Das umliegende Land um die Stadt hatte sich durch die Truppenverbnde der Gegner stark verwandelt. Wo sich einst saftige Wiesen und dichte Wlder erstreckt hatten, war das Land niedergetrampelt und abgeholzt worden. Nur noch Matsch und Dreck bedeckten den Boden, wo einst grnes Gras, fruchtbare Felder und mchtige Bume das Landschaftsbild bestimmt hatten.

Die Caldea beschlossen eine groe Armee zur Befreiung der Stadt zu entsenden, welche durch den kampferprobten Perkles angefhrt wurde. Der mit vielen Auszeichnungen dekorierte Offizier des Bundes, hatte schon in vielen aussichtslosen Situationen, das Schlachtenglck zu Gunsten der Alten Vlker gewendet.
So erreichte Perkles mit einer Streitmacht die Stadt der Brinul zu einem Zeitpunkt, als die Verteidiger nur noch mit letzter Kraft den fortlaufenden Angriffen der Szas'Khar stand hielten. Er zgerte nicht lange, seine Truppen in die Schlacht zu fhren. Es entbrannte ein mehrere Tage andauernder Kampf.
Am Ende ihrer Krfte hatte die Armee des Bundes die Belagerer letztendlich in eine aussichtslose Situation gedrngt. Perkles hatte einen Verteidigungsring um Senoil geschaffen, der weitere Angriffe der Szas verhinderte und die feindlichen Truppenverbnde in ein kleines Tal, nahe der Stadt, getrieben.
Er wute, da sich die Gegner niemals ergeben wrden und das nun ein blutiges und sinnloses Gemetzel beginnen wrde. So formierte er seine Truppen und jeder der noch kmpfen konnte, zog mit ihm gegen die brig gebliebenen Verbnde der Belagerer.

Doch wie es schon in der Schlacht um die Palthur-Ebenen der Fall war, tauchte inmitten der schon fast geschlagen Szas'Khar jener geheimnisvolle Anfhrer auf.
Kalt stachen unter seiner Kapuze weie Punkte hervor, und das Wesen erhob seine Stimme: "So ihr also immer noch nichts gelernt habt, in der Anzahl der groen Umdrehungen vergangenen seit Anbeginn des Kampfes! Freiwillig ihr immer noch nicht gebt auf den Widerstand sinnlosen gegen UNS. ABTRNNIGE SCHLER! WIR euch erteilen werden eine weitere Lektion, der Macht UNSERER!"

Der gro gewachsene Szas'Khar erhob erneut seine Hnde und begann etwas, das wohl als Gesang gedeutet werden konnte. Als die Laute schlielich verstummten, brach ein ohrenbetubendes Getse los und ein orkanartiger Wind ri die versammelten Streiter von den Fen. Auch Perkles fiel und verlor das Bewutsein.

Als er - wohl viele Stunden spter - erwachte und sich aufrichtete, dachte er zunchst, in einer fremden Welt zu sein. Nur langsam begriff er, was er sah.
Wo sich einst das mchtige Senoi erhoben hatte, lag nun ein tiefer Sumpf vor ihm, der sich weit in das einstige Umland ausbreitete. Die fruchtbaren Ebenen und Wlder, die einst das Bild des Ostens bestimmt hatten, waren nur noch trbe stinkende Smpfe. Selbst das erhabene Bergmassiv, einst einen halben Tagesmarsch von der einstigen Stadt entfernt, war nur noch ein flache Ansammlung von Gerll und Steinen.

Als der Offizier wenige Wochen spter mit einer Handvoll Soldaten, die er auf seinem Rckweg aufgelesen hatte, in der Hauptstadt des Bundes ankam und seinen Bericht erstattete, herrschte nur Entsetzen im Rat der Alten.
Denn Perkles berichtete von seltsamen Tieren, die er auf seinem Rckweg beobachtet hatte. Das einst harmlose Getier der Region war seit der Explosion enorm gewachsen, und verhielt sich sehr aggressiv.

Welchen Fluch auch immer dieser Anfhrer der Feinde ausgesprochen hatte, er hatte die ganze Region verwandelt.

Das Land der Brinul war von den Szas'Khar vernichtet. Nur wenige dieses Volkes schafften die Flucht in die - noch - sichere Hauptstadt des Bundes.

Die Bauwerke, Berge und Bume die der Boden verschluckt hatte aber - trmten sich bald am Rande von Senoi zu einer unberwindlichen Barriere auf, die erst hunderte von groen Umdrehungen spter wieder im Erdreich versinken sollte, um den Zugang erneut frei zu geben.

Nahe dem Untergang

Nach etwa 50 groen Umdrehungen, seit dem Beginn des Krieges gegen die Szas'Khar, lag fast das ganze Land des Bundes in Schutt und Asche. Sowohl Lasilar als auch Perkles waren schon lange gefallen.
Im Laufe des anhaltenden Krieges hatten sich noch viele Krieger auf den Seiten des alten Bundes einen Namen gemacht. Doch vor allem zwei Caldeakrieger waren es schlielich, die dem Krieg die entscheidende Wendung geben sollten.

In der Hauptstadt des Bundes steuerte General Topn die Armeen des Bundes. Von Topn, einem der berhmtesten caldeanischen Schwertmeister ist berliefert, da er am liebsten auf dem Schlachtfeld selbst zugegen gewesen wre, es aber seine groen strategischen Fhigkeiten waren die so manche Schlacht, die schon verloren schien, noch fr den Bund siegreich enden lie. Und so banden seine Fhigkeiten ihn an den Generals-Tisch.

Trotz seinem groen Geschick dem Feind Widerstand zu bieten, stand es nicht gut um den Bund. Woche um Woche und Tag um Tag fielen weitere Drfer, Festungen und Stdte der Alten den Angreifern zum Opfer. Eine niemals enden wollende Flut von vermummten Kriegern ergo sich ber die Welt. Gleichgltig wie viele Feinde auch gettet wurden, schon bald rckten neue Truppen nach und ersetzen die Reihen der Gefallen.

Whrend der Feind aber scheinbar unbegrenzt ber Kmpfer verfgte, waren die Alten gezwungen immer jngere und unerfahrenere Rekruten in den Kampf zu schicken.

Die Lage schien hoffnungslos und es war, trotz allem Geschicks, nur noch eine Frage der Zeit...

Caldera

In jenen Tagen als Brinul, Caldea und Guh'la sich schon fast mit der sicheren Niederlage abgefunden hatte, tauchte im Lager des Generals Topn eine junge Caldeakriegerin auf, die bei dem Anfhrer des Bundes um Audienz ersuchte. Man lie sie gewhren.

Topn sah sich einer, kaum dem Welpenalter entwachsenen Caldea gegenber, deren Fell von Narben berst war, als htte sie schon seit Jahrzehnten in der Streitmacht des Bundes gedient. Ihr Name war Caldera. Ihr war erst vor wenigen Wochen eine kleine Gruppe anvertraut worden, die mit einer Aufklrungsmission betraut worden war. Sie berichtete, da ihre Truppe in einen Hinterhalt geraten und trotz groer Gegenwehr vollkommen aufgerieben worden war.

Nur sie hatte es geschafft zu berleben, da man sie wohl auch - wie alle anderen - fr tot gehalten hatte. Doch trotz schwerster Verletzungen, hatte sie sich den Feinden hinterher geschleppt, und war so in das Hauptlager gelangt, wo sie einer seltsamen Ansprache lauschen konnte.

Ihr Bericht war militrisch kurz gehalten, doch der Inhalt lie keinen Zweifel. Jener Anfhrer der Szas'Khar versammelte seine Truppen zum letzen Groen Angriff. Altin, die Hauptstadt des Bundes selbst, war das Ziel des Angriffs. Jene Stadt die allen gehrte, in der viele Vlker und Kulturen auf dem engsten Raum bereits seit vielen hunderten von Jahren zusammenlebten, und die so geprgt war von der Friedfertigkeit, Freude und Toleranz. Knotenpunkt des Handels. Ach - Altin das goldene Juwel, Perle des Wohlstandes, besungen in manch einem Lied und in vielen dichterischen Zeilen. Dort wrde der Bund der grten, seit dem Krieg zusammengestellten, Streitmacht des Feindes gegenber stehen.
Der seltsame Anfhrer wrde die Armeen von Anfang an begleiten, denn er wollte das "Ende der Abtrnnigen, sie sind" in ihrer "letzten Schlacht, sie schlagen" von Anbeginn an beiwohnen.

Erschttert und verwirrt war Caldera geflohen, um die sonderbare Rede dem General persnlich vorzutragen.
Topn aber war, als sie diese letzten Worte vortrug, bereits tief in Gedanken versunken und seine Berater schoben die junge Kriegerin mit dankenden Worten aus dem Zelt des Generals.

Keil und Stein

Es dauerte nicht lange bis Topn die Berater und Truppenfhrer zusammenrief um ihnen das gehrte, sowie seine Gedanken mitzuteilen.

Es gab groe Diskussionen, als der General ihnen seinen Plan erklrte und manch einer fragte sich sorgenvoll, ob Topn vor Verzweiflung und im Angesicht der nahen Niederlage seinen Verstand verloren htte. Aber niemand von ihnen konnte mit einem besseren Vorschlag dienen. Denn alle waren sie verzweifelt und ratlos und so schien der Plan ihres Heerfhrers, so wahnwitzig er auch schien, letztendlich der einzig gangbare zu sein.
So stimmten sie dem Vorschlag zu.

In groer Eile und Hast stellte man eine mglichst groe Armee zusammen, deren Aufgabe es sein sollte, der groen Streitmacht der Szas'Khar entgegen zu ziehen, um dort den Anfhrer der unerbittlichen Angreifer zu tten. Denn Topn war der Meinung, da mit dem Tod des Anfhrers die Angriffe der Szas'Khar in sich zusammen brechen knnten.
In den Augen des Generals war dies die letzte Mglichkeit, die dem Bund blieb.

Er vermutete einen direkten Zusammenhang zwischen den zahllosen Kmpfern der Szas'Khar und ihrem Anfhrer.

Die Streitmacht, die Topn gegen das Hauptlager der Szas'Khar fhrte, bestand zum Groteil aus jungen und unerfahrenen Caldea und berlebenden Brinul aus der vernichteten Stadt Senoi. Denn viele waren gefallen und wenige geboren worden im kriegerischen Klima.
So zog Topn mit der "Welpenarmee", wie sie spter genannt wurde, in die entscheidende Schlacht. Zwar befand sich auch noch eine beachtliche Zahl von erfahrenen Veteranen auf Seiten des Bundes, doch berwogen jene, die kaum ber mehr als eine kmpferische Grundausbildung verfgten. Doch was den Jugendlichen auch an Erfahrung mangeln mochte, glichen sie mit ihrer Entschlossenheit und ihrem Willen dem Feind zu trotzen aus.

Die junge Kriegerin Caldera fhrte einen Zug im Sturm auf das Hauptlager der Szas'Khar an. Sie hatte nun den Rang einer Kommandantin. Doch auch wenn sie noch eine einfache Rekrutin gewesen wre, so wre ihre Fhrungsrolle unbestritten gewesen. Topn war klar, da sie ihn herausfordern htte knnen, wenn sie gewollt htte. Doch die, vielleicht 18 oder 19 groe Umdrehungen zhlende Caldera, war ihrem Anfhrer treu ergeben und es war nicht die Zeit fr Machtkmpfe.

Es ging nur noch um das berleben. Und in einer Nacht, gegen Ende des Monats Malkar, stieen Kundschafter des Bundes auf das offensichtliche Hauptlager der Gegner, welches keine Stunde Wegmarsch von der Armee entfernt lag.
Die Berichte der zurckkehrenden Spher lie keinen Raum fr Hoffnung auf ein schnelles Schlachtende oder gar einen leichten Sieg. Die Szas'Khar zeigten keine Schwche in ihrer Aufstellung.

Dort, taktisch gnstig in einem Tal gelegen, welches zu beiden Seiten durch hohe unberwindbar scheinende Felsen begrenzt war, lag sie: Die Armee des dunklen Feindes. Schwarze Zeltplanen reichten soweit das Auge blicken konnte, aber kein Feuer erhellte das Zwielicht des schwindenden Tages. Keine Stimmen waren zu hren, kein Essen wurde gebraten. Wie ein schlafendes schwarzes Ktzchen schmiegte sich das Lager in das Tal, doch Topn wute, da es sich um eine lauernde Wildkatze handelte, bereit jeden zu zerreien, der ihr ber den Weg lief.

Topn aber lie sich davon nicht beirren und ordnete ein kaltes Nachtlager, ohne Feuer an. Die Truppen sollten still bis zum ersten Morgengrauen warten. Denn im Angesicht von Eor sollte der Bund die entscheidende Schlacht austragen und der Gott des Krieges sollte dabei ber Sieg oder Niederlage wachen.

Und so geschah es.

In der Enge des Tals prallten frh morgens die beiden Armeen aufeinander.
Auf der einen Seite die in Stille und mrderisch dunkle Kutten gehllten Reihen der Szas'Khar, auf der anderen die voll Wut und Siegeswillen schreienden Krieger des Bundes.

Wie ein Keil bohrte sich die Streitmacht der Alten in das Lager und ihre Entschlossenheit berrumpelte die Feinde, trieb sie auseinander und an die Seiten der Schlucht. Drckte sie dort zusammen und rieb sie auf zwischen Steinen und Stahl. Die gute Stellung wandelte sich in eine Falle. In der Mitte des Keils wurden die Verwundeten abtransportiert und frische Krieger lsten ermdete ab, wenn diese aus der vordersten Front zurcktraten.
Was jede andere Streitmacht binnen krzester Zeit aufgerieben htte, schien die Kuttentrger kalt zu lassen. Ohne Mdigkeit zu zeigen kmpften sie weiter und starben zu hunderten.

Die Sonne hatte fast den hchsten Punkt erreicht, und der General betrachtete den Schlachtenverlauf voll Hoffnung, als ein Truppenfhrer von den Wachen vorgelassen wurde.
Er berichtete, da er ausgesandt worden sei um im Hinterland nach versprengten feindlichen Einheiten zu suchen und dabei auf ein riesiges Heer gestoen sei, da sich seitlich aus dem Gebirge kommend hinter ihnen zusammen ziehe. An ihrer Spitze, jener mchtiger Anfhrer, der schon einst in der Schlacht um die Palthur-Ebenen und um die Stadt Senoil den sicheren Sieg des Bundes mit seiner Magie schmerzlich durch eine Palthurtat vereitelt hatte.

Die Hoffnungen des Generals fielen ineinander.
Der vermeidliche Hauptgegner war nichts weiter als eine Vorhut, eingekesselt im sich verjngenden Tal waren es nunmehr seine eigenen Mannen die aufgerieben werden wrden.
Schnell befahl er die Bemhungen im Tal zu verstrken und den Kder zu schlucken um nicht von zwei Seiten in Kmpfe verwickelt zu werden. Entmutigt sank Topn sodann zurck, und orderte alle Truppenfhrer, die sich nicht im Feld befanden, zu einer Besprechung herbei um ihnen die Katastrophe mitzuteilen.

Wendungen

Whrend im Tal die letzten Feinde zerschlagen wurden, zerschlugen die Worte des Generals die hoffnungsvollen Blicke seiner Mannen. Der tollkhne Plan drohte zu scheitern, und mit ihm die alten Vlker.

Nachdem das letzte Wort des Topn's sich im Zelt aufgelst hatte breitete sich eine bedrckende Stille aus. Die Gesichter aber sprachen Bnde von Angst ber Resignation bis hin zu trauriger Hilflosigkeit.

In die Stille aber trat Caldera. Aus ihren Augen schien Feuer zu sprhen, als sie sich vor den gebrochenen Armeefhrern aufbaute und die legendren Worte sprach: "Der Tag ist noch nicht vorbei, Eor steht uns allen bei, er ist mit mir, ich bin mit euch, der dunkle Feind soll im gleienden Schein seiner feurigen Wut erblassen und zerschlagen werden! Kommt meine Freunde, kommt! Es gilt eine Schlacht zu schlagen!"

Kaum hatte Caldera dies gesagt verlie sie das Zelt und setzte sich an die Spitze ihres Zuges in Richtung des neuen Unheils in Bewegung. Den Armeefhrern blieb kaum genug Zeit sich zu ordnen da verlie sie auch schon das Lager des Bundes. Topn erholte sich als erster, und laut fluchend gab er den Befehl der Kriegerin zu folgen und sie zu schtzen.

Jeder Soldat, der noch in der Lage war ein Schwert zu halten, setzte sich nur kurze Zeit spter in Bewegung. - Sie folgten der mutigen Kriegerin und die Worte Eors machten die Runde wie ein Feuer im trockenen Gest. Voll neu entzndeten Mutes griff der Bund die noch im Aufbau befindlichen Truppen der Szas'Khar an. An der Spitze, mitten im Getmmel der Schlacht: Caldera.

Der Angriff des Bundes hatte die erst locker aufgestellten Verbnde der Szas'Khar hart getroffen, und die schiere Wucht des Angriffes hatte Tausende der Kuttentrger davon gesplt.
berall dort wo der Kampf am wildesten tobte tauchte Caldera auf, schrie den Kmpfern Mut zu und strzte sich vor ihnen ins Getmmel, so da ihnen nichts anderes brig blieb als ihr zu folgen. Topn hatte auf einer kleinen Erhebung einen Kartentisch platzieren lassen und ordnete die Kmpfe seiner Armee mit dem Kopf eines meisterhaften Strategen whrend Caldera den Glauben, den Mut in die Herzen aller pflanzte.

Die junge Kriegerin mit den von Narben bersten Krper, die in ihrem Leben nichts anderes als immer whrenden Krieg gesehen hatte, hatte alle wachgerttelt, um sie dann in eine Trance zu versetzen in der sie keine Angst mehr um sich hatten, sondern alles gaben was sie hatten um zu siegen und das freie Leben auf Alirion zu erhalten.

Die Entscheidung

Als Eor zum dritten Mal seit dem Schlachtbeginn den Himmel erklomm, waren auf beiden Seiten nur noch wenige Krieger brig. Die endlosen Gemetzel waren abgeflaut, und beide Kriegsparteien formierten ihre letzten Truppen.
Und so standen sich in jenem Morgengrauen, zwei Feinde gegenber, denen man nicht mehr mitteilen mute, da nun der Zeitpunkt der letzten Schlacht angebrochen war.

Nur wenige hundert Schritte trennten beide Seiten, die Banner des Bundes flackerten im Wind, whrend die der Szas'Khar regungslos und starr erschienen.
Als sich der Anfhrer der Szas'Khar an die Spitze seiner Truppen stellte, war es auch Topn nicht mehr mglich, sich zurckzuhalten. Er lie sich seine Kampfrstung anlegen und bezog wie der Anfhrer der Szas'Khar, Stellung an der Spitze seiner Truppen.

Es vergingen viele Stunden.
Beide Seiten belauerten sich, und jeder wartete ab, da die andere Seite den ersten Schritt machen wrde. Doch als Eor im Zenit stand, strmten beide Armeen wie auf ein stummes Signal, aufeinander zu.

Topn kmpfte sich von Anfang an auf den Anfhrer der Szas Khar zu. Whrend um ihn herum Schwerter aufeinander prallten, Schilde zersplitterten, Knochen brachen und das Schlachtfeld von Schmerzensschreie erfllt und in Blut getrnkt wurde, ignorierte er das Geschehen und schritt zielstrebig auf den mchtigen Gegner zu, der scheinbar unberhrt den Kampfverlauf um ihn herum verfolgte.
Der riesige Szas Khar stand allein inmitten des Schlachtfeldes, denn die Soldaten mieden es, sich dieser Gestalt zu nhern, soweit es sich im Kampfgetmmel verhindern lie. Um ihn war ein Kreis von 30 Schritten. Nur der General schien sich von der Ausstrahlung des feindlichen Anfhrers nicht beeindrucken zu lassen. Unbeirrt bahnte er sich seinen Weg zu jenem Wesen, unter dessen Fhrung seit fast 50 groen Umdrehungen so viel Leid und Schrecken ber die Vlker des Bundes gebracht worden war.

Als Topn nur noch wenige Schritte vor jenem Feind stand, wurde seine Vermutung endlich besttigt, woher die Szas Khar ihre zahllosen Kmpfer heranzogen. Denn der scheinbar regungslosen Fhrer des Feindes, stand nicht einfach starr auf dem Schlachtfeld.
In Wirklichkeit bewegte er sich ganz sanft, schien einen endlos langsamen Tanz zu folgen, flsterte seltsame Worte und seine Hnde vollzogen geheimnisvolle Bewegungen. Und whrend er dies tat, stand er inmitten eines Nebels der von ihm selbst hervor zu gehen schien.
Und whrend er sich so bewegte und flsterte entstanden aus dem Nebel feste Konturen und diese verfestigten sich in neuen Kriegern der Szas Khar. Auf diese Art "geboren", strzten sich die Geschpfe des Feindes sofort in den Kampf.

Wie er es vermutet hatte, stand der General einem Wesen gegenber, da in der Lage war, Geister zu beschwren und die Dmonen der Tiefe herbeizurufen. Der Bund hatte es mit einem Gegner zu tun, der bermchtig war, aber deren Macht sich gleichwohl nur in einem einzigen Wesen zu vereinigen schien.

Doch es war nicht an der Zeit darber lange Abhandlungen zu schreiben oder deswegen in philosophische Debatten zu verfallen.
Topn wute worauf es nun ankam. Er mute dieses Wesen tten.

So zog er seine zwei Schwerter und strmte mit den Worten: "Blut und Ehre, Wissen und Macht, Energie und Bewegung!" auf den Szas'Khar zu und hieb auf ihn ein.
Erst jetzt schien der Anfhrer sich der Anwesenheit des Generals bewut zu werden, und blickte auf die kleine Gestalt, die zu seinen Fen auf ihn einhieb.
Er hielt von seinen Beschwrungen ab - lachte frchterlich - und zog ein mchtiges Schwert.
"NUN SCHLER!" begann er, als er die gewaltige Klinge mit beiden Hnden ber seine Kapuze hob, "SO NIMM NUN DAS GESCHENK VON LUGAL ENTGEGEN!"

Die scharfe Klinge zerschnitt die Luft und nherte sich rasch dem General. Nur Bruchteile von Sekunden vergingen zwischen dem Zeitpunkt, als das Schwert gezogen, die Worte gesprochen und die Klinge tiefe Furchen in den Boden schlug.
Topn hatte sich mit einer schnellen Rolle aus dem Gefahrenbereich geschafft. Die Szas'Khar waren zwar schnelle und flinke Kmpfer, doch die Caldea waren immer noch schneller als sie.

Zwischen den beiden Anfhrer entbrannte ein langer Kampf. Whrend sich um sie herum die beiden Armeen ineinanderkrallten, konzentrierten sich die Kontrahenten nur aufeinander.
Doch Topn merkte bald, da sich die Jahre hinter dem Feldherrentisch ausgewirkt hatten. Der Szas'Khar trieb ihn so, wie er es haben wollte. Der General hatte nur wenig dagegen zu setzen. Ihm wurde bald klar, da er dem Anfhrer der Szas'Khar zwar standhalten konnte, doch selber keine Mglichkeit hatte, den Kampf zu seinen Gunsten zu wenden. Es schien also mehr eine Frage der Ausdauer, als die der berlegenheit. Und sein Gegner schien endlose Ausdauer zu besitzen ...

Dann unterlief dem General ein Fehler, als er einen Angriff des Feindes falsch eingeschtzt hatte. Die Klinge des Szas sauste auf ihn nieder und einen Augenblick zu spt erkannte Topn, da er eine Lcke in seiner Verteidigung offen gelassen hatte. Aus einem Reflex heraus, versuchte er mit seinem linken Arm die Schneide abzuwehren. Er sprte es vor berraschung nicht einmal, als die Schneide seinen Arm vom Krper abtrennte.
Die Wucht des Hiebes war so stark, da Topn stolperte und auf seinen Rcken fiel. Die Spitze des Szas'Khar Schwertes ruhte pltzlich knapp ber seiner Kehle. Der Szas'Khar blickte ihn durchdringend an. Er sah zwar nicht sein Gesicht, aber irgendwie hatte der General das Gefhl, als wrde das Wesen unter seiner Kapuze lcheln. Topn schlo die Augen und warte darauf, da sein Gegner ihm endlich ein Ende bereiten wrde.

Und whrend er, auf seinen Tod wartete, erklang pltzlich eine vertraute Stimme: "Eor in uns. Eor um uns. Eor durch uns!"
Caldera, die er bei Beginn der Schlacht aus den Augen verloren hatte, stie nun zu den beiden Kmpfern. "Ihn Eors Namen!", rief sie dem Szas'Khar zu. "Ich bin gekommen, Dir Dein Ende zu bereiten!" Der Angesprochene wandte sich von dem, auf dem Boden liegenden, General ab, die Klinge jedoch verharrte weiterhin ber seiner Kehle. Scheinbar schien er die junge Caldeakriegerin nicht fr eine Gefahr zu halten die ein Verteidigungsstellung rechtfertigte.

Caldera lief mit groen Schritten auf den Hnen zu. Was dann geschah, erlebte Topn wie in einem Traum. Scheinbar hatte sich die Zeit verlangsamt, denn Sekunden schienen zu Minuten werden. Er sah wie die junge Kriegerin ihren Krper - offenbar - bedchtig spannte und sie langsam vom Boden abhob. Endlos schien es zu dauern, bis Caldera den Zenit ihrer Flugbahn erreicht hatte und nun, ihre Schwerter nach vorne gerichtet, dem Anfhrer der Feinde entgegen fiel. Der Kampfschrei den sie dabei ausstie, wurde zu einem tiefen verzehrten Gerusch.
Pltzlich wurde dem General bewut, da das Schwert des mchtigen Szas'Khar nicht mehr ber seinem Krper ruhte, sondern sich auf Caldera zu bewegte. Als der alte Caldea aufsprang, schien es, als wren seine Knochen aus Blei. Denn so wie sich die Welt um ihn verlangsamt hatte, als wrde sie in einem dicken unsichtbaren Sirup schwimmen, schienen auch seine Bewegungen gleich gebremst wie die der anderen.

Endlose Stunden schienen zu verstreichen, bis er sich vom Boden erhoben hatte und nun dem Szas entgegen lief. Jeder Herzschlag drhnte wie eine groe Glocke, sein verstmmelter Arm schmerzte wie Feuer und er sah alles nur noch durch einen roten schmierigen Film.

Als sich das Schwert des Szas seinen Weg durch Caldera bahnte und ihren Rumpf von ihren Beinen trennte, sprang Topn. Und noch whrend der Krper der Kommandantin zu Boden fiel, drehte sich der feindliche Kmpfer um nun auch dem General sein Ende zu bereiten. Das Schwert Topns aber durchstie in dem Augenblick den Krper des Szas'Khars, als Caldera's Oberkrper auf den Boden aufschlug.

Drei Seelen schrieen vor Wut und Schmerz auf, und die Schreie vermischten sich zu einem einzigen gewaltigen, der immer lauter zu werden schien, bis er auf dem ganzen Kontinent zu hren war.
Und dann wurde es still...

Epilog

Nach der Vernichtung ihres Anfhrers verschwanden die Armeen SzasKhar genau so schnell und spurlos, wie sie einst aufgetaucht waren. Ihre Angriffe brachen allerorts schnell zusammen und auf ihrer kopflosen Flucht wurden die Verbnde des Feindes restlos aufgerieben.

Ein Monat nach dem Sieg ber die Szas'Khar versammelten sich die verbliebenen Armeen des Bundes auf dem Schauplatz der letzten Schlacht. Neben den Truppen hatten sich auch zahlreiche Abgesandte aller Vlker Alirions eingefunden um den Sieg des Bundes zu feiern.
In einem tagelang andauernden Fest gedachte man der zahllosen Gefallenen aller Vlker.
Calderas Leichnam ruhte nun in einem Schrein an jener Stelle, an der sie gefallen war. Die berlebenden erwiesen ihr die letzte Ehre.

Die Caldea aber pflanzten an der Stelle der Schlacht einen Wald, und nannten diesen Faid Caldera. Da die alten Sttten meist zerstrt waren, sollte der Ort an dem der Bund die Schlacht um sein berleben gewonnen hatte, in ferner Zukunft ihre neue Heimat sein.

Langsam begann man das zerstrte Land wieder aufzubauen und versuchte den Glanz von einst neu zu errichten. Doch der Krieg hatte nicht nur viele Stdte und Siedlungen zerstrt. Auch die alte Ordnung des Kontinents war erschttert.
Die Vlker des Bundes konnten sich nicht mehr auf einen gemeinsamen Kurs einigen. Viele der alten und weisen Fhrer waren gestorben, ihre rechtmigen Erben im Krieg gefallen und die alten Blutlinien, die seit Jahrhunderten den Bund aufrecht gehalten hatten, fr immer zerstrt. So gelangten oft sehr junge und unerfahrene Herrscher aus den Seitenlinien an die Macht, und versuchten ihren regionalen Einflu zu strken.
Den daraus resultierten Streitigkeiten fiel bald die Einigkeit der Vlker zum Opfer, da die militrische Strke der Caldea von den Brinul aufgrund ihrer Goldgier gefrchtet wurde und die Guhla sich von beiden Vlkern ausgenutzt fhlten.
Den Meinungsverschiedenheiten der Vlkern folgten auch bald Zwistigkeiten in den eigenen Reihen. Auerdem erschwerten viele der neuen monsterartigen Tiere, die wohl aus der Magie der Szas'Khar hervorgegangen waren, den Wiederaufbau.

Rund zehn Jahre nach dem Ende des Krieges waren viele Caldea der andauernden Uneinigkeiten mde. Unter der Fhrung von Topn, der nach dem Krieg der oberste Lord der Caldea geworden war, zog sich ein groer Teil der Verbliebenen in ein abgeschottetes Exil zurck. In einem jener unterirdischen Gnge, die den ganzen Kontinent durchziehen, fanden sie Zuflucht. Dort sammelten sie sich und bewahrten die alten und ehrwrdigen Traditionen.

Als Lothras viele Jahre spter zum obersten Lord aufstieg und die Caldea aus ihrem unterirdischen Exil wieder unter das Auge Eors fhrte, sah er sich einem in zahllose Einzelreiche aufgeteilten und zerstrittenen Kontinent gegenber.
Doch durch sein Geschick fr Diplomatie und seine Wortgewandtheit gegenber den wenigen verbliebenen Vlkern, gelang es ihm, die vielen verfeindeten Kleinreiche des Kontinents zu einen.

Zwar waren durch den Krieg, und die Uneinigkeit in den nachfolgenden Jahren, viel von dem Wissen verloren gegangen, ber welches der Bund einst verfgte , doch als Lothras im hohen Alter starb, war das Land wieder erblht und in den Stdten lebten Brinul, Caldea und Guhla wieder vereint.

Fr viele Jahrhunderte herrschte nun wieder Frieden unter den Vlkern des Bundes.

Bis zu jener unseligen Zeit, als wir mit Hilfe der Amulette das Volk der Menschen auf Bralkara aufsuchten. Denn einige unserer Kundschafter hatten hoch im Norden ein Tal entdeckt, in dem sich die SzasKhar nach ihrer vermeintlichen Vernichtung zurck gezogen hatten. Ihre Anzahl war bereits so angewachsen, da sie mit einem einfachen Feldzug nicht mehr zu bezwingen gewesen wren.
Eine unserer Legenden besagte, da sich auf einem Kontinent, der westlich von Alirion gelegen war, ein Volk herrschte, da allen anderen berlegen war und in der Zeit der Not das "Schwert von Eor" fhren wrde, sodas fr immer Frieden ber diese Welt Einzug halten wrde. So brachen wir hoffnungsvoll auf und entdeckten das Volk der Menschen.
Doch als unsere Brder noch bei Euch weilten, haben die Szas einen Fluch ber Guh'la ausgesprochen, der wohl ihren Geist ganz und gar zu vernebeln im Stande war.
So wandten sich die mchtigen Guh'la allerorts pltzlich gegen ihre einstigen Freunde. Sie kmpften, unbndig und fanatisch, ohne das ein Funken ihres einstigen Selbst zu erkennen war. Auf Bralkara fielen so alle Abgesandten einander zum Opfer.

Gemeinsam vertrieben die Caldea und Brinul auf Alirion die Ghula, die ber Jahrhunderte an ihrer Seite gekmpft hatten. Und die Saat dieser Tat, die die SzasKhar gest hatten, ging schlielich auf und entzweite auch den Pakt zwischen den letzten zwei Vlkern des alten Bundes.
So trennten sich unsere Wege...

Der relativ kurze Krieg auf Alirion war gerade vorber, als die ersten Schiffe von Eurem Knig Argrus die Kste erreichten. Der ruhmreiche Bund - der einst ganz Alirion bevlkert und beherrscht hatte - war zerstrt, und jener Kontinent, deren Bewohner Euch einst aufgrund ihrer Technik und Magie in schieres Erstaunen versetzt htten, lag jungfrulich vor Euch.

Wir beobachteten Euch fr einige Jahre, um uns dann wieder zu Erkennen zu geben,
denn die dunkle Heimsuchung war wieder erschienen...

Aus uns vielversprechend erscheinenden Rittern whlten wir diejenigen, die sich heute "Magistraten" nennen.
Ausgewhlt, den Szas'Khar endgltig Einhalt zu gebieten und ihre verblendeten Gefolgsleute aus den Fesseln der Dunkelheit in das Licht Eors zurck zu fhren.

Nun also kennt ihr den rechten Lauf der Dinge.
Und so wahr Euer Weg, der Weg der Wahrheit ist, so soll er mit dem Weg der Caldea verbunden sein.

Eor mit Euch!


 

 
     Login:
     
     Passwort:
     
     
 
  News
Newsarchiv
 
 

RB Forum
RL Galerie

 
 

Buch des Wissens

Reichsgründungstext
Bralkara-Geschichte
Kalender
RB WIKI
Terrain
Sedatbericht
Kriegsgeschichten
Turnier von ZdE
Turnier von CC
Osthöhlenexpedition
Seereise
Brome & Dämonen

Völkersagen

Szas’Khar
Caldea
Monster
Plunkett
Argrus
Cornelius

Gro&suml;e Sagen Alirions

Anfang
Schöpfung
Entstehung der neuen Götter

Kleine Sagen Alirions

Melot
Chaos
Söldner

 
   

| FORUM |
Alle Rechte am Spiel liegen © By Madman - Grafik Konzept & Code Ralgar